Abwärmenutzung und Stromerzeugung

Anlagenbetreiber stehen unter hohem Kostendruck: zum einen ist die metallurgische Reduktion in Schmelzöfen sehr energieintensiv und erfolgt im kontinuierlichen Dauerbetrieb. Zum anderen hängt ein rentabler, gleichmäßiger Anlagenbetrieb von einer stabilen und wirtschaftlichen Stromversorgung ab. In vielen Ländern sinkt jedoch die Netzstabilität und -verfügbarkeit, während die Strompreise stetig steigen. Zudem fallen Steuern auf kohlenstoffhaltige Brenn- und Kraftstoffe sowie Belastungen aus CO2-Emissionsminderungsprogrammen an. Um den Kostendruck zu senken und die Stromversorgung zu sichern, können Anlagenbetreiber das entstehende Prozessgas nach einer intensiven Gasreinigung und –konditionierung zur Energieerzeugung nutzen.

Mangelnde Nutzung von Prozessgas

Das Abfackeln CO- und H2-haltiger Prozessabgase ohne Verwertung und deren Emission als CO2-reiches Abgas

  • belastet die CO2– und Umweltbilanz der Ofenbetreiber
  • vergeudet wertvolle Ressourcen
  • verschwendet Geld

Vorteile einer sinnvollen Prozessgasnutzung

Die prozessintegrierte thermische und energetische Nutzung des Gases

  • senkt die Betriebskosten
  • reduziert die Abhängigkeit von externen Wärme- und Stromquellen

Von der thermischen zur energetischen Nutzung

Stand der Technik ist die thermische Nutzung des Prozessgases als Heizgas zur Trocknung und Vorwärmung der Einsatzstoffe sowie zur Beheizung von Anlagenteilen wie Pfannen und Rinnen. Für diese Nutzung der Abwärme reichen in der Regel bis zu 40 % des erzeugten Prozessgases aus. Daher werden selbst in diesen Anlagen gut 60 % des hochkalorischen Gases ungenutzt abgefackelt.

Innovativ ist die energetische Nutzung: dabei wird das kostenfreie CO-Gas nach entsprechender Konditionierung als Brenngas in Gasmotor-Generator-Einheiten verwertet. Vorteile dieses Verfahrens sind:

  • Strom lässt sich hochwertig, zuverlässig und unabhängig erzeugen
  • Bis zu 35 % des zum Anlagenbetrieb notwendigen Strombedarfs können dadurch gedeckt und die Stromkosten entsprechend vermindert werden

THEISEN-Technologie für die energetische Nutzung von Prozessgas

THEISEN bietet moderne Konzepte für Neu- und Bestandsanlagen, um das Abgas durch Konditionierung in ein wertvolles Nutz- und Brenngas zu überführen. Hierzu nutzt das Unternehmen sowohl bewährte Technologien als auch innovative Produkt- und Prozessentwicklungen, wie beispielsweise den THEISEN CDC.